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Auf ersten Blick scheinen sie vielleicht ähnlich, aber Pinsa und Pizza sind ganz verschiedene Böden, nicht nur in der Form und dem Namen.
Pizza kennen wir alle – sie ist ein Symbol für italienischen Lebensstil, die keine Erklärungen erfordert. Pinsa dagegen ist ihre modernere Cousine im Gourmet-Stil. Die leichte, aromatische Backware ist in Rom sehr bekannt, aber wir finden sie auch immer häufiger auf unseren Tischen.
Pizza und Pinsa werden oft verwechselt, in „einen Topf geworfen“, fast nie differenziert betrachtet: Pinsa hat aber einzigartige Merkmale, mit denen sie zu einer leichteren, knusprigen Alternative zur Pizza wird.
In diesem Artikel erfahren Sie alles über den Unterschied zwischen Pizza und Pinsa in Bezug auf die Geschichte, die Zutaten, die Verarbeitung und die häufigsten Beläge.
Pinsa oder Pizza: Zuerst die Herkunft
Man braucht nicht viele Worte, um Pizza zu beschreiben. Es geht um das Gericht, das Italien am meisten in der Welt repräsentiert. Die Geschichte erzählt, dass sie in Neapel anlässlich des Besuchs von Königin Margherita von Savoyen erfunden wurde.
Während die Geschichte der Pizza also bekannt ist, ist die der Pinsa ungewisser. Es war wohl ein knuspriges Backwerk, das die römischen Bauern auf dem Stein buken. Der Name scheint von dem lateinischen Verb „pinsere“ abzustammen, das mit „zerquetschen“ übersetzt werden kann und die Form perfekt erklärt.
Sicher weiß man, dass es ein typisches Gericht der Hauptstadt Rom ist und man sie in vielen Bäckereien findet, oft kombiniert mit traditionellen Zutaten wie Mortadella.
Trotz der wenig bekannten Ursprünge ist es der Pinsa gelungen, mit ihrem Geschmack und ihrer einmaligen Konsistenz die Gaumen von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern zu erobern.
Unterschied zwischen Pizza und Pinsa
Jetzt, wo wir die möglichen Wurzeln der Pinsa kennen, können wir davon sprechen, wie sie sich von Pizza unterscheidet. Denn es handelt sich nicht nur um die Form, sondern auch um die Zutaten, den Teig und die Verarbeitung.
Zutaten und Teig
Der erste Unterschied, der gleich ins Auge fällt, ist die Art des Teigs.
Traditionelle Pizza wird mit Weichweizenmehl (in Italien Typ 00 genannt), Wasser, Hefe, Salz und nativem Olivenöl extra hergestellt. Das Ergebnis nach etwa 24 Stunden Ruhezeit ist ein lockerer, gut aufgegangener Boden, der bereit ist, um ausgerollt und nach Belieben belegt zu werden.
Im Unterschied zur Pizza wird der Teig der Pinsa Romana mit einer Mischung aus drei Mehlsorten zubereitet (Weizen, Reis und Soja), die wegen ihrer spezifischen Eigenschaften gewählt werden. Weizen führt zu einem Teig, der gut aufgeht und proteinhaltig ist. Reismehl trägt dazu bei, Wasser zu binden und eine weiche Konsistenz zu erhalten. Sojamehl dagegen sorgt für die Knusprigkeit des Bodens, ohne dass tierische Fette verwendet werden. Zu dieser Mehlmischung kommen Sauerteig, natives Olivenöl extra, Salz und ein hoher Prozentsatz an Wasser.
Zubereitung: Pinsa im Vergleich zu Pizza
Nicht nur die Zutaten, sondern auch die Verarbeitung ist verschieden.
Pizzateig wird nach rund 24 Stunden Gehzeit ausgerollt, belegt und bei hoher Temperatur wenige Minuten gebacken. Der Pinsateig dagegen wird nach dem Abschluss der Ruhezeit von 24 Stunden bearbeitet, um die typische ovale Form zu bilden. Diese ovale Form ist kein einfach ästhetischer Aspekt, sondern ein Merkmal, das dem Endergebnis dient. Denn im Vergleich zur Pizza, die rund ist, ermöglicht die ovale Form, dass die Feuchtigkeit beim Backen austritt, so dass der Teig luftig, außen knusprig und innen weich wird.
Beläge und Rezepte
Pizza ist das perfekte Gericht, das man in Gesellschaft genießen kann, zum Mittag- oder Abendessen, auch spontan „auf den letzten Drücker“. Es ist ein Gericht mit konsolidierter Tradition, auch in den Belägen, und häufig sind Tomate und Mozzarella die Zutaten, die allen Versionen gemeinsam sind.
Wenn Sie aber etwas Neues auf den Tisch bringen wollen, dann ist Pinsa die perfekte Wahl. Mit ihren Eigenschaften ist Pinsa die perfekte Grundlage, um zahlreiche Rezepte zuzubereiten, von den klassischen bis zu den neuesten, von süß bis herzhaft. Wobei auch die vegetarischen und veganen Optionen nicht zu vergessen sind. Ein Wort, das die Pinsa beschreibt? Vielseitigkeit! Und um das zu beweisen, haben wir einige köstliche Rezepte ausgewählt, die ganz einfach zuzubereiten sind.
- Pinsa mit Ricotta, Primo Sale und glasierten Karotten aus Polignano: ein vegetarisches Rezept mit schlichten Zutaten und erlesenem Geschmack. Sie streichen einfach eine Schicht Ricotta auf den Pinsaboden, legen die glasierten Karotten sowie den Primo-Sale-Käse darauf und backen sie 5 Minuten lang im Ofen.
- Pinsa mit Stracciatella, scharfen Sardellen und gelben Tomaten: eine perfekte Kombination für einen schnellen, frischen Aperitif. Die Zubereitung ist ganz einfach: ein paar Tropfen Öl auf die Pinsa träufeln und einige Minuten im Ofen aufbacken. Wenn der Boden fertiggebacken ist, mit Stracciatella, Sardellen und Kirschtomaten belegen und das ist es schon!
- Pinsa mit Haselnusscreme, Erdbeeren und Kokossplittern: Wenn Sie einen schnellen Nachmittagsimbiss brauchen, ist dieses Rezept genau das Richtige! Die Pinsa einige Minuten im Ofen aufbacken, dann mit der Haselnusscreme bestreichen, mit Erdbeeren belegen und mit Kokossplittern bestreuen. Alle werden begeistert sein!
Ist Pinsa leichter als Pizza?
Gibt es neben den Zutaten und der Verarbeitung noch weitere Unterschiede zwischen Pizza und Pinsa? Die Leichtigkeit des Teigs. Das ist nicht nur eine Frage der Wahrnehmung. Pinsa ist tatsächlich leichter und bekömmlicher, und zwar aus verschiedenen Gründen:
- Durch den hohen Wassergehalt (rund 80 %) ist der Teig weniger dicht und lockerer.
- Der Sauerteig und die lange Teigführung – mindestens 24 Stunden – ermöglichen einen sehr luftigen und leicht verdaulichen Teig.
- Im Vergleich zu Pizza, die nur mit Weizenmehl zubereitet wird, erzeugt die Mehlmischung der Pinsa aus Weizen-, Reis- und Sojamehl einen einzigartigen Teig, der außen knusprig und innen weich ist, ohne dass tierische Fette verwendet werden.
Mit dieser Eigenschaft ist die Pinsa die ideale Wahl für alle, die eine Alternative zur Pizza suchen, ohne auf Geschmack zu verzichten.
Unterschied zwischen Pinsa, Focaccia und Scrocchiarella
Sagt man Pinsa oder Pinza? War es nicht Pinsa oder Pizza? Und was ist der Unterschied zwischen Pinsa und Focaccia? Das sind nur einige der häufigsten Fragen. Sicher wissen wir, dass Pinsa einzigartig ist – durch ihren Geschmack und die unnachahmliche Konsistenz.
Auch wenn sie ähnlich scheinen, sind Pinsa, Focaccia und Scrocchiarella ganz verschiedene Backwaren. Hier einige Unterscheidungsmerkmale.
Der Unterschied zwischen Pinsa und Focaccia liegt ganz im Teig. Das traditionelle Fladenbrot aus Ligurien wird mit Weizenmehl zubereitet und hat eine kürzere Gehzeit: 6 bis 12 Stunden. Das Ergebnis ist ein Boden mit rauer, luftiger, kompakter Konsistenz.
Scrocchiarella ist ein typisches Fladenbrot aus der römischen Küche, das mit Weizenmehl, einem hohen Wasseranteil und langer Teigführung zubereitet wird. Was ist also der Unterschied zwischen Pinsa und Scrocchiarella, abgesehen vom Mehl? Der Backvorgang. Um die Frage zu beantworten, könnte man auch fragen, was der Unterschied zwischen Pinsa und Pizza vom Backblech ist. Denn Scrocchiarella ist eine Pizza, die im Backblech gebacken wird, mit dünner, knuspriger Konsistenz. Und von dieser Eigenschaft hat sie ihren Namen: von dem „knackigen“ Geräusch, wenn man sie durchbricht.